Ginkgo biloba – eine der weltweit populärsten Heilpflanzen

Die Herkunft des Ginkgo biloba

Der Ginkgo-Baum (Ginkgo biloba) stammt ursprünglich aus China. Heute ist er weltweit verbreitet, im 18. Jahrhundert kam er nach Europa. Der Baum kann 1500 Jahre und älter werden. Extrakte aus den Blättern, Blüten und Wurzeln des Baumes werden in der traditionellen chinesischen Medizin schon seit Jahrtausenden genutzt (Kennedy, 2014). Heute werden in pharmazeutischen Produkten nur noch die Blätter genutzt. Ginkgo biloba zählt zu den am besten untersuchten und weltweit am häufigsten eingenommenen Heilpflanzen überhaupt.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und Wirkung

Die neuroprotektiven und kognitionsfördernden Eigenschaften von Ginkgo biloba-Extrakten gelten inzwischen als gut belegt (neuere Übersichten in Cicero et al., 2018; Zuo et al., 2017). Sie haben auch in die Schulmedizin Eingang gefunden. Standardisierte Extrakte von Ginkgo biloba sind in höheren Konzentrationen als jenen, wie sie sich in den Mindme®-Produkten finden, als Arzneimittel zur Behandlung von demenziellen Syndromen zugelassen. So wurde die folgende vorsichtige Empfehlung in die 2016 aktualisierte Behandlungsleitlinie „Demenzen“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF, das höchste mit der Leitlinienerstellung für die deutsche Ärzteschaft befasste Gremium), erstmals neu aufgenommen: „Es gibt Hinweise für die Wirksamkeit von Ginkgo Biloba EGb 761 [das ist ein bestimmter Ginkgo biloba-Extrakt] auf Kognition bei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz oder vaskulärer Demenz und nicht-psychotischen Verhaltenssymptomen. Eine Behandlung kann erwogen werden.“.

Zahlreiche tierexperimentelle und klinische Untersuchungen zeigen, dass Extrakte aus den Blättern von Ginkgo biloba u.a. die Gedächtnisleistung und das Lernvermögen steigern, toxische Sauerstoffradikale inaktivieren, den Glukosestoffwechsel steigern und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern (Kennedy, 2014). Ginkgo biloba hat möglicherweise auch anxiolytische Eigenschaften (Sarris et al., 2011, 2013). Diese angstlösenden Eigenschaften werden offenbar über eine Wirkung auf den hemmenden Neurotransmitter GABA vermittelt (Savage et al., 2018). Neuerdings gibt es auch Hinweise, dass Ginkgo biloba, zusätzlich zu Antipsychotika (das sind Medikamente gegen Psychosen, insbesondere Schizophrenien) gegeben, auch psychotische Symptome verbessern kann (Hoenders et al., 2018). Diese Wirkungen lassen sich möglicherweise durch Wirkungen auf die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin erklären (Kennedy, 2014). Auch bestimmte motorische Nebenwirkungen dieser Medikamente (Akathisie, tardive Dyskinesien) werden möglicherweise günstig beeinflusst.

Einsatz von Ginkgo biloba bei Mindme® 

100 mg eines Extraktes aus Ginkgo biloba sind in allen Mindme®-Produkten enthalten.

Weiterführende Literatur

Cicero AFG, Fogacci F, Banach M.Botanicals and phytochemicals active on cognitive decline: The clinical evidence.Pharmacol Res 2018; 130: 204-212

Hoenders HJR, Bartels-Velthuis AA, Vollbehr NK, Bruggeman R, Knegtering H, de Jong JTVM.Natural Medicines for Psychotic Disorders: A Systematic Review.J Nerv Ment Dis 2018; 206: 81-101

Kennedy DO. Plants and the Human Brain. Oxford University Press, Oxford, New York 2014

Sarris J, McIntyre E, Camfield DA.Plant-based medicines for anxiety disorders, part 2: a review of clinical studies with supporting preclinical evidence.CNS Drugs 2013; 27: 301-319

Sarris J, Panossian A, Schweitzer I, Stough C, Scholey A.Herbal medicine for depression, anxiety and insomnia: a review of psychopharmacology and clinical evidence.Eur Neuropsychopharmacol 2011; 21: 841-860

Savage K, Firth J, Stough C, Sarris J. GABA-modulating phytomedicines for anxiety: A systematic review of preclinical and clinical evidence. Phytother Res 2018; 32: 3-18

Zuo W, Yan F, Zhang B, Li J, Mei D.Advances in the Studies of Ginkgo Biloba Leaves Extract on Aging-Related Diseases.Aging Dis 2017; 8: 812-826