Zinkreiche Nahrungsmittel

Zink – Was hat ein Metall mit dem Gehirn zu tun?

Zink ist ein Metall, das industriell breite Anwendung beim Korrosionsschutz, d.h. beim Verzinken, von Eisen- oder Stahlprodukten findet. Zink ist aber auch ein essentielles Spurenelement, das in vielen wichtigen Enzymen eine zentrale Rolle spielt und daher für die Gesundheit des Menschen unerlässlich ist. Befunde aus den letzten Jahren legen nahe, dass ein Mangel an Zink eine Rolle bei einigen Formen von Depression und möglicherweise auch bei Psychosen spielt (Petrilli et al., 2017).

Ein Mangel an Zink kann vielerlei Ursachen haben. Er kann durch Mangelernährung entstehen, aber auch durch eine gestörte Absorption, wie sie vor allem im Alter beobachtet werden kann. Verschiedene Erkrankungen, z.B. ein Alkoholmissbrauch, können zu einem Zinkmangel führen. Auch eine Vielzahl von Medikamenten kann die Resorption von Zink im Darm beeinträchtigen, z.B. Antiepileptika, orale Antidiabetika, Hormone, Antacida oder auch entzündungshemmende Arzneimittel. Zudem beeinflussen genetische Varianten in Zinktransportermolekülen, die Zink über die Zellmembran transportieren, dessen Verfügbarkeit in der Zelle. Besonders zinkreiche Lebensmittel sind Austern, Leber, Sojamehl, Haferflocken und bestimmte Nüsse (Paranüsse, Erdnüsse), bestimmte Käsesorten (Emmentaler, Tilsiter, Gouda) sowie Rindfleisch.

Die Gabe von Zink, meist zusätzlich zu einem Antidepressivum gegeben, wurde in mehreren doppelblinden, placebo-kontrollierten Studien bei Patienten mit einer Depression geprüft. Diese legen einen Nutzen zumindest bei einer Subpopulation von Patienten nahe (Ranjbar et al., 2014; Siwek et al., 2009). Inzwischen liegt auch eine kleine Studie vor, die eine Wirksamkeit von (hochdosiertem) Zink bei Patienten mit Schizophrenie nahelegt, wenn dieses zusätzlich zu einem Antipsychotikum gegeben wird (Mortazavi et al., 2015).

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 10 mg Zink für Männer und 7 mg Zink für Frauen (DGE). In der Nahrungsmittelergänzungsverordnung der Europäischen Union gelten für Zink folgende gesundheitsbezogene Aussagen: Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei. Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

In jedem der drei Mindme® Drinks sind jeweils 2,25 mg Zink enthalten.

Weiterführende Literatur

Mortazavi M, Farzin D, Zarhghami M, Hosseini SH, Mansoori P, Nateghi G. Efficacy of Zinc Sulfate as an Add-on Therapy to Risperidone Versus Risperidone Alone in Patients With Schizophrenia: A Double-Blind Randomized Placebo-Controlled Trial. Iran J Psychiatry Behav Sci 2015; 9: e853

Petrilli MA, Kranz TM, Kleinhaus K, Joe P, Getz M, Johnson P, Chao MV, Malaspina D. The Emerging Role for Zinc in Depression and Psychosis. Front Pharmacol 2017; 8: 414

Ranjbar E, Shams J, Sabetkasaei M, M-Shirazi M, Rashidkhani B, Mostafavi A, Bornak E, Nasrollahzadeh J. Effects of zinc supplementation on efficacy of antidepressant therapy, inflammatory cytokines, and brain-derived neurotrophic factor in patients with major depression. Nutr Neurosci 2014; 17: 65-71

Siwek M, Dudek D, Paul IA, Sowa-Kućma M, Zieba A, Popik P, Pilc A, Nowak G. Zinc supplementation augments efficacy of imipramine in treatment resistant patients: a double blind, placebo-controlled study. J Affect Disord 2009; 118: 187-195